Den Spendern sei Dank: Neuerwerbung für die Kunstsammlung Jena

Begleitprogramm zur Ausstellung „Depotkunst ans Licht“ in der Trafostation
6. Juni 2018
Dokumentation der Aktion „Depotkunst ans Licht“
24. Januar 2019

Beim Atelierfrühstück im Trafo am 17.06.2018 konnte diese Neuerwerbung durch Heidrun Schrade, die Vorsitzende des Fördervereins „Ein KUNSTHAUS für JENA e.V.“,  und Michael Grisko von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen feierliche an den Leiter der Städtischen Museen, Dr. Ulf Häder,  in die Hände der Kunstsammlung Jena übergeben werden.

Mit diesem Ankauf will der Verein einmal mehr darauf hinweisen, welche kostbaren Stücke unsere Kunstsammlung vereint. Das Sammeln und Ausstellen ist ein fortlaufender, sich gegenseitig befördernder Prozess,  für den  in Jena endlich die geeigneten Räumlichkeiten geschaffen werden müssen.                                                                                     

                                                                                                                                          Christian Weihrauch (*1966, Zella-Mehlis)

„Zelt“, 2004, 120 x 100cm, Bleistiftzeichnung auf Papier

Dieses Werk konnte vom Förderverein „Ein KUNSTHAUS für JENA e.V.“ dank zahlreicher  Spenden von Jenaer Kunstfreunden und der großzügigen Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen im Juni 2018 für die Kunstsammlung Jena erworben werden.

Diese Zeichnung gehört in die gleiche Schaffensphase wie die in der Kunstsammlung Jena bereits vorhandenen fünf kleineren Blätter. Sie wird damit den Sammlungsbestand sinnvoll ergänzen. Es handelt sich zudem um das vom Format her mit Abstand größte Blatt, wird also das Hauptwerk des Konvoluts bilden.

Christian Weihrauch ist ein Künstler, der die Zeichnung pflegt und der zeichnen kann. Die additiv zusammengefügte Motivwelt dient dem Einfangen von Erinnerungen und Erlebtem, die in der Darstellung etwas Träumerisches erhalten. Ungewöhnlich sind die großen Formate der Buntstift- und Aquarellarbeiten. In diesen verschränkt der Künstler ein persönlich gefärbtes Zeichensystem mit weit ausgreifenden kunst- und kulturgeschichtlichen Bezügen. Er mischt dabei Alltagswelten mit Märchen- und Traumsphären. In den Zeichnungen wird alles Figurative in poetisch-rätselhafte Transformationen überführt. Er ist somit auch ein Nachfolger der romantischen Bewegung, dessen Werke gut nach Jena passen.

Christian Weihrauch schrieb 2015 an die Kunstsammlung Jena anlässlich des Erwerbs der ersten 5 Zeichnungen:

„Ihre Nachricht freut mich sehr! Ich freue mich auch, dass die Werke aus der Privatsammlung nun ihren Weg nach Jena in die Kunstsammlungen, quasi „zurück in die frühere Heimat“ gefunden haben. Ich lebe zwar schon lange nicht mehr in Thüringen, habe in meiner künstlerischen Arbeit aber durchaus Bezüge zur Landschaft und Herkunft behalten, als innere Heimat sozusagen. Die Werke, die Sie erworben haben sind für mich sehr wichtige Arbeiten, die im erzählerischen Sinn kunsthistorisches und emotional-träumerisches als Zeichnung verschränken und verweben, da bin ich froh über die neue Heimat der Zeichnungen. In ganz aktuellen Arbeiten bin ich zwar gerade weniger erzählerisch, eher dem Betrachten zugewandt, aber die Figurenwelt bleibt in meinem zeichnerischen Focus…“

Weitere Werke von Christian Weihrauch in der Jenaer Kunstsammlung

(Erwerbung 2015 – Ankauf, zu 100% gefördert von der Fielmann AG):

 

Bande„, 2005, Buntstift auf Papier, 37 x 31,5 cm

Schule„, 2008, Buntstift auf Papier, 33,5 x 41 cm

Ilmenau„, 2004, Buntstift auf Papier, 35,2 x 23,9 cm

Glas II„, 2004, Bleistift auf Papier, 25,6 x 21 cm

Medaillon„, 2004, Buntstift auf Papier, 31,0 x 24,0 cm

 

 

 

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